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Projekt Minimaler Notfalldatensatz Schweiz (MiND)

Register Notfalldaten Schweiz

MiND

Für eine ernsthafte Qualitätskontrolle und Outcome-Forschung sind wir darauf angewiesen, die präklinischen Kenndaten verlässlich zu dokumentieren, Erfassungs-Standards zur Verfügung stellen und mit relevanten Outcome-Parametern assoziieren zu können. Das Projekt MiND soll sich zu einem nationalen Register entwickeln, das Kenndaten entlang der gesamten Rettungskette, vom Ereignisort bis zum Ende der Akutbehandlung in der Notfallstation, erfasst und mittels Plausibilisierungsverfahren möglichst exakt dokumentiert. Zudem sollen für spezifische Tracer-Diagnosen auch sinnvolle Outcome-Daten erfasst und zusammen mit dem Gesamtdatensatz ausgewertet werden.

Ausgangslage

Die Sanitätsnotrufzentralen und Rettungsdienste sowie die Notfallstationen aller Spitäler garantieren in der Schweiz eine umfassende Notfallversorgung betroffener Menschen. Sie leisten als Teil des Gesundheitssystems Schweiz einen wesentlichen Beitrag für einen permanenten Zugang zur medizinischen Versorgung ungeplanter Gesundheitsstörungen und dies ohne dass eine vorgängige Zahlung gefordert wird. Im Verlauf der letzten 15 Jahre fand auch in der Schweiz eine signifikante Veränderung in der Primärversorgung von Notfallpatienten statt, weg von der primären Hausarztkonsultation hin zu einem direkten Aufsuchen der Notfallstation des Spitals (Gesundheitsobservatorium Schweiz des Bundes; http://www.obsan.admin.ch/de/publikationen).

Forschung

Anonymisierte Daten werden für Forschungs- und zu Auswertungszwecken bereitgestellt.

Versorgungsforschung: Dieses Gebiet wird bisher auf nationaler Ebene, aufgrund fehlender Daten auf dieser Ebene, kaum bearbeitet.

Outcome-Forschung: Dank Erfassung und Begleitung von (anonymisierten) Daten der prähospitalen Versorgung bis nach Abschluss der Rehabilitation.

Wissensmanagement

Kenntnis der in der Schweiz vorhandenen Ressourcen und deren Einsatz im Bereich der Notfallmedizin durch aktuell relevante Daten.

Die durch die Entscheide der IV HSM gestellte Forderung zum Führen von Registern im Kontext mit der «hochspezialisierten Medizin» erhalten durch Schnittstellen zu einem Swiss-RescueMed-Registry qualitativ gute Daten aus dem Bereich der Rettungs- und Notfallmedizin (was bisher nicht garantiert werden kann und auch im internationalen Vergleich bisher kaum realisiert worden ist).

Qualitätssicherung

Bezüglich der Behandlungsprozesse einzelner Index-Diagnosen.

Verwendung schweizweit einheitlicher Definitionen und Profile der Rettungsdienste und Notfallstationen in Bezug auf die Struktur und das Personal.

Nationales und internationales Benchmarking.

Das Anliegen

Die Ziele des Projekts im Überblick:

  • Verbesserung von Qualität der Rettungs- und Katastrophenmedizin durch wissenschaftlich fundierte Daten;
  • Kennzahlen wären für die strategische Planung für den Bevölkerungsschutz (KSD) von grosser Bedeutung;
  • Plattform zum Datenerheben und Validieren erstellen, die den jeweiligen Organisationen die Anerkennung gewährleistet;
  • Kreiditierter Datenaustausch mit vertretbarem Aufwand;
  • Verwdnung einheitlicher Definitionen und Profofile der Rettungsdienste und Notfallstationen in Bezug auf Sturktur und Personal;
  • Kenntnis der in der Schweiz vorhandenen Ressourcen;
  • Nationales und Internationales Benchmarking;
  • Ermöglichen von epidemiologischen Analysen auf kantonaler und nationaler Ebene;
  • Förderung von Forschungsprojekten mit anonymisierten Daten.
  • Ermöglichung von Versorgungsforschung;
  • Outcome-Forschung: Danke Erfassung und Begleitung von anonymisieren Daten der prähospitalen Versorgung bis nach Abschluss der Rehabilitation.

 

Der Projektverlauf

  • 2015 Initialisierungsauftrag (IVR, SGNOR, KSD)
  • 2015/16 Umfrage LNA (Leitende Notärzte), RS (Rettungssanitäter)
  • 2018/19 Arbeitsgruppe MiND-H (hospital): Fragebogen erarbeiten zur Erfassung struktureller Daten, ein Pilotprojekt mit freiwillig mitwirkenden Notfallzentralen.
    • Erarbeiten von Fragen für Notfallstationen.
    • Erarbeiten Parametrisierung der Fragen
    • Übersetzung der Fragen in FR und IT
    • Analyse online Applikation und Anforderungen an Fragebogen zur Datenerhebung.
    • Erstellen einer online Applikation mit User Interface in drei Sprachen; die Applikation erlaubt das beliebige Unterbrechen und Fortsetzen der Umfrage; Daten liegen in der Schweiz.